[ife Institut Kiel, 28.8.2026]
Diese Woche ist der mittlere Preis der Blockbutter in Deutschland um 50 EUR/t bzw. +1,2% gestiegen und liegt im Mittel bei 4.150 EUR/t. Die zweite Woche in Folge steigt der Preis an nachdem er im August ansonsten seitwärts ging. Bei Magermilchpulver, gesackte Lebensmittelware, erhöht sich der Preis diese Woche um 90 EUR/t bzw. +3,0% und beträgt im Mittel 3.050 EUR/t. Die vierte Woche in Folge steigt der Preis damit an.
Nach den deutlichen Reduzierungen der Milchanlieferung in den letzten Wochen liegt die Milchanlieferungsmenge nur noch etwa 2,5% über dem Vorjahresniveau. Die weitere Entwicklung der Milchmenge wird voraussichtlich in den kommenden Monaten regional sehr unterschiedlich sein. Gerade in Süddeutschland könnten durch die lang anhaltende Hitze längerfristig reduzierte Milchmengen resultieren.
Ab kommender Woche und im weiteren Verlauf des Septembers dürften sich die Märkte wieder beleben mit zunehmender Anzahl an Marktteilnehmern, die den Sommerurlaub beendet haben.
Bei Blockbutter entwickelt sich der Markt weiterhin noch ruhig. Für die kommenden Wochen sind eher leichte Preisanstiege denkbar, bei einer Rohstoffversorgung, die sich derzeit und ggf. auch längerfristig als knapper darstellt. Zudem steigen die Rahmpreise, so dass weniger Butter produziert wird. Zugleich bestehen jedoch noch umfangreichere Lagerbestände, die nach und nach in den Markt gehen.
Der Markt für Magermilchpulver entwickelt sich in Deutschland ebenfalls ruhig bei geringem Angebot. Magermilch geht derzeit verstärkt in andere Produkte. Ein weiterhin geringeres Angebot an Pulver könnte zu steigenden Preistendenzen führen. Am Weltmarkt steigen die Preise leicht an, wobei Exportware auch aus anderen Regionen vorhanden ist.